Change im Mindset

Selbst der Ausgangspunkt des Wandels sein – Change Management neu gedacht

Veränderung ist eine Konstante, die uns immer wieder herausfordert. Doch während viele darauf warten, dass sich die Dinge von selbst ändern oder auf eine Initiative von aussen hoffen, zeigt uns Viktor Frankl mit seinen Worten einen anderen Weg:

Viktor Frankl

«When we are no longer able to change a situation, we are challenged to change ourselves.»

 

Dieser Gedanke trifft insbesondere auf das Change Management in Unternehmen zu. Wer sich eine Transformation im Unternehmen wünscht, darf nicht darauf warten, dass jemand anders den ersten Schritt macht. Veränderung beginnt bei uns selbst.

Der Status quo der Veränderung in Unternehmen

In vielen Organisationen ist Veränderungsmanagement oft ein aufwändiger Prozess, der von oben gesteuert wird. Veränderungsprogramme sind kostenintensiv und stossen auf Widerstände. Mitarbeitende fühlen sich übergangen oder von der Notwendigkeit der Veränderung nicht überzeugt. Doch es gibt Alternativen zu diesem traditionellen Change Management.

Teal-Organisationen: Evolution statt Revolution

Frédéric Laloux beschreibt in seinem Konzept der Teal-Organisationen eine Arbeitswelt, in der Change Management als solches nicht mehr notwendig ist. Wandel geschieht hier nicht durch grosse, top-down gesteuerte Programme, sondern durch eine evolutionäre, kontinuierliche Veränderung, die von jedem Einzelnen ausgeht. Mitarbeitende sind selbst die Treiber des Wandels, und die Organisation entwickelt sich mit ihnen.

In einer solchen Umgebung entfällt der Widerstand gegen Veränderungen, weil sich diese organisch und mit minimalem Steuerungsaufwand vollziehen. Dies steht im starken Kontrast zu traditionellen Unternehmen, in denen Veränderungen oft abrupt und mit hohem Aufwand durchgesetzt werden müssen.

Die eigene Rolle im Change Management

Wer eine Veränderung anstrebt, muss selbst als Katalysator agieren. Das bedeutet nicht nur, sich persönlich weiterzuentwickeln, sondern auch, durch das eigene Handeln Impulse zu setzen. Wer sich eine Kultur des Wandels wünscht, sollte damit beginnen, diese Kultur vorzuleben. Wer Innovation fördern möchte, sollte selbst mutige Schritte gehen.

Das erfordert Energie, Durchhaltevermögen und oft auch die Bereitschaft, Konsequenzen zu ziehen, falls eine Organisation sich als nicht wandlungsfähig erweist. Ein reines Hoffen auf äussere Impulse oder darauf, dass sich Umstände von selbst ändern, führt selten zum Erfolg.

Fazit: Die aktive Gestaltung der eigenen Realität

Viktor Frankl beschreibt in einem weiteren Zitat eindrücklich den Unterschied zwischen passivem Abwarten und aktivem Gestalten:


«The pessimist resembles a man who observes with fear and sadness that his wall calendar, from which he daily tears a sheet, grows thinner with each passing day. On the other hand, the person who attacks the problems of life actively is like a man who removes each successive leaf from his calendar and files it neatly and carefully away with its predecessors, after first having jotted down a few diary notes on the back. He can reflect with pride and joy on all the richness set down in these notes, on all the life he has already lived to the fullest. What will it matter to him if he notices that he is growing old? Has he any reason to envy the young people whom he sees, or wax nostalgic over his own lost youth? What reasons has he to envy a young person? For the possibilities that a young person has, the future which is in store for him? No, thank you,' he will think. 'Instead of possibilities, I have realities in my past, not only the reality of work done and of love loved, but of sufferings bravely suffered. These sufferings are even the things of which I am most proud, although these are things which cannot inspire envy.»


Pessimismus und passives Abwarten bringen keinen Wandel. Nur durch aktive Gestaltung und die Bereitschaft, selbst Veränderung zu initiieren, kann eine neue Realität geschaffen werden. Wer sich Transformation wünscht, muss selbst zum Ausgangspunkt werden – und in einem Umfeld arbeiten, das diesen evolutionären Wandel ermöglicht. Denn in einer idealen Organisation ist Change Management kein Projekt mehr, sondern ein natürlicher, stetiger Prozess.

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Kleine Gewohnheiten, grosse Wirkung.